Kapitel 4

Das wird jetzt kein großer Reisebericht, sondern eine lose Aneinanderreihung von Anekdoten des letzten halben Jahres, dass ich an Bord der AIDAsol verbringen durfte.

Frühling in Norwegen.

Anfang Mai war es soweit, die AIDAsol war in der Nordsee angelangt. Für den Rest meines Vertrages fuhr ich also in diesem Gewässer. Hamburg – Norwegens Fjorde – Hamburg. Insgesamt 14 mal. Dazwischen einmal ins Europäische Nordmeer hinauf bis zur Grönlandsee und eine Kurzreise nach IJmuiden und Dover. Dabei legten wir rund 40.000 Seemeilen zurück, Ein paar Seemeilen mehr und wir hätten damit die Erde zweimal direkt am Äquator umrundet.

Aber nicht nur das Schiff hatte einen langen Weg vor sich. In den 6 Monaten meines Vertrages ging ich jeden Tag durchschnittlich 8,75 km zu Fuß, insgesamt waren es ziemlich genau 1.542 km.

Für mich war Norwegen absolutes Neuland. Mein nördlichstes Ziel bei meinen Reisen war bisher Kopenhagen und Edinburgh gewesen. Das sollte sich in den kommenden Monaten ändern.

Meine Zeitachse für 2019 auf Google Maps (Bilder © 2019 NASA, TerraMetrics)

Mittlerweile hatte ich mich halbwegs akklimatisiert und auch schon einen neuen Biorhythmus gefunden. 6-7 Stunden Schlaf in der Nacht und 1-2 Stunden tagsüber, so kam ich auf mein notwendiges Schlafpensum von mindestens 8 Stunden. Bei meiner Arbeit tat ich mir schon ein bisschen leichter, obwohl die Bildqualität manches Mal zu wünschen übrig lies. Auch die in diesem Kapitel gezeigten Fotos zeigen Schwächen.

Immer noch hatte ich diese Momente in denen ich mich dringlichst nach Hause wünschte, sofort alles hinwerfen wollte. Aber immerhin, sie kamen nicht mehr jeden Tag. Ich war mittlerweile auch in der Crew angekommen und die Abende in der Crewbar waren lange und extrem unterhaltsam.

Unsere erste Fahrt nach Norwegen war eine Rückkehr in den Spätwinter. Es war kalt, auf den Bergen lag noch viel Schnee, einmal schneite es sogar heftig und die Natur erwachte gerade erst aus dem langen norwegischen Winterschlaf. Unsere letzte Station auf der Fahrt war Bergen und ich hatte zum ersten Mal während meiner Fotoexkursion wieder die Gelegenheit mit meiner eigenen Kamera Fotos zu machen.

Bergen

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